Drinks, Gin, Handwerk, How to use, Rum, Tequila / Mezcal, Tools, Vodka, Whisky
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My Homebar – Part 1: Spirits

In den letzten Wochen haben wir euch einige Tools vorgestellt, die für eine professionelle Cocktail-Zubereitung unersetzlich sind. Wir sprachen über den Jigger, das Rührglas und den Barlöffel – und noch viele andere Tools werden natürlich folgen. Heute möchte ich etwas über die Basis-Auswahl an Spirituosen schreiben, die für mich zu einer ordentlichen Heimbar gehören.

Jigger, Rührglas, Strainer und Barlöffel. © Futurecom interactive

Der Grundstock an Spirituosen

Dazu zählen zunächst natürlich die grossen Klassiker der Kategorien Rum, Gin und Whisky. Natürlich könnt ihr diese Auswahl auch noch mit Vodka, Mezcal und Tequila ergänzen. Beim Rum und Gin finde ich es wichtig, dass ihr unbedingt ein Produkt wählt, das ihr auch gerne pur trinkt. Beim Gin rate ich zu Erzeugnissen, die genügend Aromakraft besitzen und dabei nicht zu blumig sind.

Florale Gins eignen sich zwar gut für einen klassischen Gimlet, bei einem Gin & Tonic können sie aber bereits etwas seifig wirken. Deshalb gilt für mich beim Gin: Lieber ein wachholder- und pfefferlastiges Produkt aussuchen, das sich in allen Drinks gut macht. Oder aber ihr geht direkt zum Expertenmodus über und entscheidet euch für 2-3 verschiedene Gins und experimentiert ausgiebig damit.

Bei den Spirituosen ist es wie beim Wein und beim Kaffee. Eine wirklich fundierte Meinung kann man sich nur bilden, wenn man mutig durchprobiert und versucht, die verschiedenen Aromen und Geschmacksrichtungen im Kopf abzuspeichern und wiederzuerkennen. 

Gin, Lime Juice, Rum, Whisky, Angostura. © Futurecom interactive

Ein Tipp zum Rum

Beim Rum möchte ich euch ein ganz besonderes Erzeugnis empfehlen, das mir sehr ans Herz gewachsen ist und den wir auch im Central verwenden: J.R. On the Rocks. Obschon er nur 40% besitzt, ist es für mich einer der ausgewogensten und interessantesten Rums, den man sowohl zum Mixen verwenden kann und der auch pur hervorragend seine Qualitäten ausspielt. 

Welcher Whiskey?

Den Whiskey-Bereich würde ich von Anfang an etwas differenzierter angehen. Zum Starten sollte man auch hier einen Whiskey wählen, der richtig Spass macht. Weiter gibt es hier grosse Unterschiede bei geografischen Merkmalen sowie bei der Wahl der destillierten Zutaten.

Bourbon wird zum Beispiel aus mindestens 51% Mais hergestellt und kommt aus den USA. Single Malt Whiskys kommen jeweils aus einer einzigen Destillerie und werden ausschliesslich aus gemälzter Gerste hergestellt. Dann dürfen wir den Rye nicht vergessen, der im Vergleich zum Bourbon andere Aromen vorweist. Er ist weniger lieblich, dafür trockener und würziger.

Angostura, Lime Juice. © Futurecom interactive

Weitere wichtige Grundzutaten

Was auch von Anfang an in die Heimbar gehört, ist eine Flasche Rose’s Cordial Lime Juice und ein Fläschchen Angostura.

So, jetzt habt ihr schon einige Tools und die wichtigsten Grundspirituosen. Das nächste Mal befassen wir uns mit Cocktailbitters, die bei der Zubereitung auch eine sehr wichtige Rolle spielen und die mittlerweile in einer enormen Vielfalt zur Verfügung stehen.

Cheers

Kaspar

Rum, Gin, Whisky, Angostura, Lime Juice. © Futurecom interactive

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3 Kommentare

  1. Stefan sagt

    Hallo
    Erst einmal ein grosses Lob für eure Seite! Ich bin per Zufall drauf gestossen als ich nach dem Oleo Saccharum gesucht habe für einen Punch und glücklicherweise bei euch fündig geworden. Sehr feine Optik und z.T. schön unkonventionelle Beiträge.
    Nun hätt ich noch eine Frage. In unseren zum Glück mit wunderbar vielen Produkten gesegneten Zeit, überfordert mich die Rumauswahl als Hobbymixer manchmal. Vor allem wird in einigen Rezepten nach weissem, Overproof, weissem Overproof oder Jamaika Rum und noch weiteren verlangt. Wie seht ihr das, da komme ich wohl nicht drum rum 4-5 Rums zu kaufen für eine einigermassen taugliche Hausbar?

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