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Of Rooftops and Martinis

Zu Besuch bei der elit by Stolichnaya Martini Competition

Dienstagmittag, Bellevue Zürich. Heute bin ich aufgeregt. Ich folge meinem Smartphone-Navi zur angegebenen Adresse, wo mich ein freundlicher Herr bereits erwartet und mir die Tür öffnet. Mit dem Lift werde ich ins Dachgeschoss gehoben, wo ich aus der Kabine heraus direkt in die puristisch aber elegant eingerichtete Loft trete.

Ich bin früh dran. Von den acht Barkeepern die im Basel-Luzern-Zürich Finale der elit art of martini Competition stehen, sehe ich erst zwei. Also stelle ich mich erst einmal allen Anwesenden vor, deponiere meine Tasche mit Laptop, Kopfhörern und Krimskrams auf einem Stuhl und gehe hinaus auf die sonnige Dachterrasse. Dort erwartet mich noch mehr schönes Ambiente: Lounges bestückt mit allem, was man für einen guten Drink braucht, Sonnenschirme und vor allem eines – die Bar für den Contest. Ich schnappe mir einen der blitzenden Moscow Mule Kupferbecher und bereite mir – ganz im Geiste der Veranstaltung –  einen eisgekühlten Stoli Mule zu.

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Gegen 14:00 Uhr ist es dann soweit – wir werden offiziell zum Event willkommen geheissen und es wird uns erklärt, dass „The Martini“ als Kunstform mit den Jahren in dieselben gekommen und das eigentlich nicht akzeptabel ist. Deshalb habe man kurzerhand diesen Wettbewerb ins Leben gerufen, der, nota bene, in 30 Städten weltweit ausgetragen wird. Anschliessend wird der Modus Operandi erläutert. Es werden zwei Martinis gemixt: zum einen die Eigenkreation die dem Barkeeper das Ticket zum Finale der Challenge eingebracht hat, zum anderen ein Mystery-Drink, dem nebst elit Vodka auch noch eine lokale Zutat hinzugefügt werden muss.

An die Shaker, Fertig, Los!

Jetzt da das Regelwerk ausführlich behandelt und allgemein verstanden ist, werden die Kontrahenten an die Zutaten herangeführt. Von Sirups über Früchte und Aromen bis hin zu Kräutern ist alles vorahnden, was das Barkeeperherz begehrt. Die acht Männer haben eine Viertelstunde Zeit, sich ihr Rezept für den erhofften Siegerdrink zusammenzustellen.

Nach Ablauf der Gnadenfrist stellt sich der erste Kandidat, noch etwas zitternd aber voller Elan, hinter die Bar und beginnt, seine Drinks zu mischen. Es werden Gläser mit Eis gekühlt, Zutaten minutiös abgemessen, Mixturen beigefügt, Cocktails sanft gerührt und energisch geschüttelt. Die Kreationen lassen an Fantasie und Einfallsreichtum überhaupt nichts zu wünschen übrig. Ob selbstgemachtes Panna Cotta und Gurkenwasser, ob Alkohol im Parfumflacon, handbemalte Martinigläser oder imposante Eiskuppeln, die Finalisten legen sich allesamt ordentlich ins Zeug, um bei den bewertenden Verkostern einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Einige der umwerfenden Kreationen (1. Platz links, 2. Platz rechts)

Jeder Drink wird in zweifacher Ausführung gemixt, damit die Jurymitglieder bewerten, der Fotograf fotografieren und die Anwesenden daran nippen können. Zur Halbzeitpause (nach dem vierten Kandidaten) beobachte ich bei vereinzelten Zuschauern erste Anzeichen wirkenden Alkohols. Kurz darauf wird weitergemixt. Es wird gescherzt, Zutaten werden erläutert, Drinks vorgestellt und mit Geschichten garniert, es wird gestaunt und bewundert.

Nicht nur die Martinis sind spannend

Während sich der Wettbewerb hinter der Bar langsam dem Ende zuneigt, unterhalte ich mich vor ihr mit dem einen oder anderen Mitgekommenen. Da ist des Barkeepers Freundin die kaum trinkt, da ist der lustige Herr der aus dem Nähkästchen der Zürcher Barszene plaudert, da ist der trainierte Beau, die Stimmung ist erheiternd und anregend.

Nachdem der letzte Tropfen aus dem Shaker geschüttelt ist wird tüchtig Applaudiert, bevor die Jury sich zur Beratung zurückzieht. Darauf folgt die Rangverkündung. Leer ausgehen tut keiner: jeder Teilnehmer erhält unabhängig vom Schlussrang eine Magnumflasche elit by Stolichnaya Vodka in der Ushuaïa Ibiza Limited Edition (das Ding ist RIESIG) und einen blitzeblanken Cocktailshaker mit Namensgravur. Kurz und schmerzlos werden Rang drei und vier kundgetan. Die Glücklichen gewinnen zusätzlich ein Preisgeld von 500 respektive 300 Franken und strahlen dementsprechend zufrieden bei der Übergabe der Umschläge.

Dann der grosse Moment: and the winners are… Armando Archundia  und Sebastian ‚Basti’ Wirth! Die beiden haben mit eigenwilligen Interpretationen des klassischen Martini und kreativer Präsentation die meisten Punkte gesammelt und fahren zum elit Vodka Party-Weekend mit weltweit führenden Barkeepern und Clubbesitzern nach Ibiza. Richtig. I-BI-ZA. Und zwar gratis. Wenn das mal nicht Grund genug für ein dickes Grinsen bis über beide Ohren ist.

Und einmal strahlen für die Linse! 

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Ich sitze noch ein wenig auf einem der bequemen Stühle und plaudere mit der nichttrinkenden Barkeeperfreundin, deren trinkendem Barkeeperfreund und deren gemeinsamem Kumpel. Wir verstehen und gut und beschliessen kurzerhand, noch auf seinen Nichtgewinn anzustossen. Also packen ich meine sieben Sachen (und einen dieser fancy Stolichnaya Kupferbecher) und verabschiede mich herzlich.

Draussen knallt die Sonne wundervoll ins Gesicht. Fröhlich schnatternd (und ich leicht wankend) steuern wir die nächste Bar an, setzen uns hin und bestellen für vier: Bier.

P.S.: Sie wollen sich die Teilnehmer und deren Martinis mal etwas genauer ansehen? Bittesehr:

Booklet mit allen Teilnehmern der Basel-Luzern-Zürich Competition
https://issuu.com/nicolasvillionphotographe/docs/stoli_basel-luzern-z__rich_2016_iss/1  

Booklet mit allen Teilnehmern der Swiss Riviera Competition
https://issuu.com/nicolasvillionphotographe/docs/stoli_swiss_riviera_2016_issuu

 

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