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Laura Schälchli – «Der Markt am Helvetiaplatz ist mein Ausgang»

Laura Schälchli habe ich vor drei Jahren kennengelernt. Damals kam sie gerade von ihrer 10-jährigen Reise durch aller Herren Länder zurück. Überall, wo sie war, arbeitete sie produktbezogen. Erst war sie bei bekannten Interior- und Design-Unternehmen wie Vitra und Areaware in den verschiedensten Bereichen tätig, danach konzentrierte sie sich auf alles, was mit Ess- und Trinkkultur – Betonung auf Kultur – zu tun hat. An der Slow Food Uni in Italien machte sie dann einen Master in Food Culture and Communications.

Der Slow-Food-Kultur verpflichtet

Uns verband sofort die Leidenschaft für gutes und einfaches Essen, innovative Ideen in der Gastronomie und die Freude am Entdecken (Zitat Laura: «Der Markt am Helvetiaplatz ist mein Ausgang»). In dieser Zeit arbeitete sie im Restaurant Rosso und übernahm dann bald den Rössli-Imbiss gleich nebenan. Mit ihrer Leidenschaft nahm sie sich der Herausforderung an und kreierte Street Food auf sehr hohem Niveau.

Heute ist sie Präsidentin des Vereins Slow Food Youth Schweiz und bietet mit ihrem eigenen Label «Sobre Mesa» Schulungen, Events, Ausflüge und Begegnungen rund um zeitgenössische Esskultur an. Mit «Sobre Mesa» konnte Laura endlich auch ihre Ideale umsetzen. Sie ist immer darum bemüht, Produzenten und Konsumenten näher zusammenzubringen und nur mit Personen zusammenzuarbeiten, die ähnliche Wertvorstellungen besitzen.

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Laura arbeitete auch einige Zeit beim ökologischen Delikatessen-Gourmet «Das Pure», wo es vor allem um die schonende und traditionelle Veredelung von Tierprodukten geht. Dort stellte Laura eigene Würste her, räucherte selbst und kümmerte sich um die ausgesprochen beliebten Events.

 

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Echte Geschmackserlebnisse: «Wood Food»

Eines ihrer letzten und für mich eines der interessantesten Projekte war «Wood Food», das sie gemeinsam mit Valentin Diem und Fanny Eisl entwickelte. «Wood Food» war ein Pop-up-Restaurant in Zürich, das von Beginn an mit einer unglaublichen Präsenz schaffte, für einen Monat zum kulinarischen Hauptgesprächsthema zu werden. Wie der Name schon verrät, hatte jedes Gericht mit Holz, Rauch oder Kohle zu tun. Die Vielfalt des Menus war sehr gelungen und die Umsetzung überaus stilvoll. Aber auch das Experimentieren stand im Mittelpunkt: zum Beispiel die geaschte Rande oder die grillierten Lammherzen waren ein Herausforderung für die Gäste, die mit echten Geschmackserlebnissen belohnt wurden.

Stay foolish, stay hungry
Euer Kaspar

PS: Am Freitag stellen wir euch ein Cocktail-Rezept von Laura vor. Freut euch!

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«Hood Food»: Lauras nächstes Projekt

Das «Wood Food» bekommt bald einen Nachfolger namens «Hood Food». Die Idee des Pop-up-Restaurant bleibt, das Konzept ist ein neues: «Hood Food» – Vom Wald in die nahe Umgebung.

Diesmal hat es die Nachbarschaft (hood) den drei jungen Gastronomen Valentin Diem, Laura Schälchli und Fanny Eisl angetan. Ausgefallene und einfache Produkte aus der nächsten Umgebung sollen dank Inspiration und Können zu überraschenden Leckerbissen werden.

Aufgetragen wird im Monat April (2. April bis 2. Mai 2015) in der Mühle Tiefenbrunnen in Zürich, gebucht wird über hoodfood.ch. («Hood Food» ist so neu, dass die Website noch nicht online ist, wer aber auf dem Laufenden gehalten werden möchte, kann sich hier für den Newsletter anmelden.)

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