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„Im Gastro anzufangen, war das Beste, das ich machen konnte!“

Renée Weber

Wir begrüssen heute unsere neue Bloggerin Renée Weber. Sie wird regelmässig über coole Bars, faszinierende Barleute und interessante Events in Basel schreiben. Ihre erster Beitrag ist über das Hinz & Kunz

Willkommen!


 

Renée Webers Karriere in der Gastronomie hat in einer klassischen „Knelle“, in der 8-Bar in Basel, begonnen, wo sie im Service das Gewerbe von der Pike auf gelernt hat – mit Wein aufmachen und Bier zapfen. Danach hat sie im Schiff und im Eo Ipso einige Zeit im Service gearbeitet. Sie ist aber ziemlich bald wieder hinter den Tresen gestanden, in der Grenzwert Bar.

Nach einem 10-monatigen Abstecher nach „Zyri“ (Zürich), wo Renée im Bundeshaus zu Wiedikon und der Helsinki-Bar als Barkeeperin tätig war, hat es sie, die in Kleinbasel aufgewachsen ist, wieder in heimische Gefilde gezogen. Inzwischen arbeitet die passionierte Barfrau wieder im Grenzwert und in der Bar Brut und meint: „Im Gastro anzufangen, war das Beste, das ich machen konnte!“

Ihre Freunde beschreiben sie als offen, zuvorkommend und humorvoll. Das sind übrigens auch Eigenschaften, die sie als Gast vom Barpersonal erwartet. Sie schätzt es, wenn ein Bartender auf die Leute eingehen kann und die Erfahrung, Feinfühligkeit und Fantasie hat, seine Gäste richtig einzuschätzen und auf Wünsche wie „einen Drink, der ein bisschen sauer ist“ angemessen reagieren kann und den Menschen das Gefühl gibt, willkommen zu sein und ernstgenommen zu werden. Wärme und Herzlichkeit sind grundsätzlich Dinge, die sie in einem Lokal erwartet. Das ist nicht nur auf das Personal bezogen, sondern auch auf das ganze Ambiente. Es gibt für sie nichts Schlimmeres als schlechte, kalte Beleuchtung. „Ein richtiger Ablöscher“, meint Renée dazu.

Zum Glück werden solche Lokale in Basel immer seltener. Die Gäste suchen immer mehr nach Bars, in denen sie die gemütliche Stimmung und gute Drinks geniessen können. Das ist auch im Grenzwert nicht anders. Renée stellt fest, dass immer mehr Leute Cocktails trinken. Gerade Sours, Negronis oder Old Fashioneds werden im Grenzwert sehr häufig bestellt – und von ihr liebevoll zubereitet. Der Negroni ist auch einer ihrer persönlichen Favoriten.

Was macht denn Renée sonst noch? Ausser hinter dem Tresen stehen? – Etwas ganz Anderes: Velos flicken und zusammenbauen! In ihren Worten: „Ich pimpe alte Renner auf in meinem Hinterhof.“ Selbst schwingt sie sich natürlich auch ab und an auf den Sattel, meist um den Kopf zu lüften und die Natur und Ruhe zu geniessen. Eine ihrer Lieblingsstrecken ist entlang dem Fluss hin zum Altrhein.

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Kategorie: People, Porträt, Style

von

Mahmud Tschannen ist redaktioneller Leiter von Drinks & Style. Er kommt immer mehr auf den Geschmack von Cocktails auf der Basis von Bourbon. Schottische Single Malts sind eine alte Leidenschaft. Sie können ihm auf Twitter folgen.

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