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Experimente mit Trockeneis: Frozen Fun!

Photo © Sheila Lopardo

Ein klassischer Bubentraum, wahrscheinlich auch einer der meisten Mädchen, ist doch das Experimentieren mit Trockeneis. Die meisten kennen es aus den Sprüngli Verpackungen, wenn etwas mal länger halten musste.

Letzte Woche rief mich Thomas Leuenberger an, der von einem Gala Dinner (das gibts hier zu sehen) etwas flüssigen Stickstoff übrig hatte.

Wir entschieden uns, zwei Drinks auszuprobieren, die sich von der Herstellung unterscheiden. In der ersten Variante wird der Flüssigstickstoff in den Cocktail eingerührt und bei der zweiten Variante wird unser Drink im Stickstoffbad gekocht.

MANGO DAIQUIRI

Für den Mango Daiquiri brauchen wir eine Kitchen Aid, oder ein ähnliches küchenübliches Rührwerk. Die Herstellung ist dann relativ simpel. Einfach nicht ganz ungefährlich, deshalb sollte wirklich ohne Hektik und mit Konzentration gearbeitet werden. 

In die Schüssel kommt Mangomark. Das Rührwerk einschalten und den Flüssigstickstoff langsam einrieseln lassen. Es bildet sich unmittelbar eine Menge dichter Dampf und man sieht überhaupt nichts mehr. Sobald der Stickstoff verdampft ist, kann die Konsistenz geprüft werden. Bei Bedarf kann der Vorgang wiederholt werden, bis die gewünschte Dicke erreicht ist.

Danach wird Rum und Limettensaft eingerührt und nochmals heruntergekühlt, bis eine sorbetartige Masse entsteht. Geschmacklich war der Daiquiri unglaublich! Zart und fein auf der Zunge und eine unglaubliche Konzentration bei den Aromen, da kein Schmelzwasser vom Eis dazukommt. Für mich absolut genial als Experiment, aber leider zu gefährlich für den Alltag hinter dem Bartresen.

BARREL-AGED NEGRONI

Unseren Barrel-aged Negroni vom Central haben wir zum einen ungekühlt in einen Tumbler gegossen und zum anderen direkt ins Flüssigstickstoffbad, um den Drink dann mit seinen eigenen Eiswürfeln zu kühlen.

Leider werden die Würfel sehr klein. Sie haben dann eher Tropfengrösse. Der Effekt ist auf jeden Fall da, sobald die Sicht ins Glas aber frei wird, sieht es nicht mehr so hübsch aus. War aber trotzdem spannend vom Experiment her.

Wenn ihr also mal etwas Flüssigstickstoff vorig habt, lohnt es sich auf jeden Fall in der Küche, natürlich mit der gebotenen Vorsicht, ein paar Dinge auszuprobieren.

A frozen cheers!

Kaspar

Alle Fotos: Sheila Lopardo
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