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Es werde Licht!

Die Beleuchtung in Gastronomiebetrieben trägt einen grossen Teil der Stimmung im gesamten Lokal. Je nach Angebot eines Betriebes variiert auch das Bedürfnis nach Licht. In einem Tagesbetrieb, dem klassischen Café zum Beispiel, sollte das Licht hell genug sein, damit jeder seine Zeitung oder sein Magazin lesen kann.

Es darf aber nicht grell sein, grad am Morgen sind die meisten Menschen ja doch recht empfindlich auf grelles Licht. Persönlich sind meine Favoriten die guten alten Glühlampen mit Wolframdraht. Am liebsten aus möglichst vielen Quellen, damit sich das Licht im ganzen Raum verteilt, ohne zu blenden. Da steht natürlich schnell die Frage nach der Ökologie im Raum, die ich gern mit dem Aufwand bei der Herstellung und Entsorgung von Stromsparlampen vergleiche. Hier eine kleine Übersicht der Vor- und Nachteile. 

Eine sehr stimmige Beleuchtung findet man in der American Bar in Wien (Bild unten) von Adolf Loos. Eher dunkel gehalten, wirkt die Stimmung in der Bar sehr gedämpft und respektvoll.

loosbar Beleuchtung

Ein Zürcher Betrieb, der das Licht gekonnt gemeistert hat, ist wiedermal die Kronenhalle Bar (siehe unten). Es ist dort einen Tick heller als in der American Bar. Trotzdem entsteht auch hier die ehrfürchtige Stimmung, bei der nur Flüsterlaute zu hören sind.

Kronenhalle Beleuchtung

Im Allgemeinen sind Lichtkonzepte wie gute Zutaten. Man muss mit ihnen arbeiten. Glühbirnen müssen ersetzt werden, das Licht muss der Stimmung, der Menge an Gästen und der Tageszeit angepasst werden. Gute Gastgeber müssen ein Gefühl für die Stimmung entwickeln. Schwierig sind auch Betriebe, bei denen Tag und Abend geöffnet ist. Ein Beleuchtungskonzept, das tagsüber und abends funktioniert, ist noch schwieriger umzusetzen.

In order for the light to shine so brightly, the darkness must be present.
Francis Bacon

Kaspar

 

 

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