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Dona Bartô – Drei Juristen machen Schnaps

Thierry und Philipp sind zwei der drei Macher von Dona Bartô. Ich habe sie vor etwa einem Jahr in der Sport Bar kennengelernt. Sie sind damals persönlich vorbeigekommen, um ihre Eigenkreation vorzustellen. Die beiden waren mir auf Anhieb sehr sympathisch, weil sie mit so viel Feuer über ihr Produkt gesprochen haben.

Nicht nur die Geschichte der Juristen und Neueinsteiger im Alkohol-Business hat mich sofort gepackt, auch der Dona Bartô selbst hat mich fasziniert und angesprochen. Es kam, wie es kommen musste: Wir haben gleich gemeinsam einige Drinks ausprobiert.

P1060660Zuckerrohrschnaps, Honig, Limettensaft

Zunächst aber ein paar Infos, damit wir wissen, wovon wir überhaupt sprechen: Dona Bartô ist ein Mischgetränk auf Cachaça-Basis, verfeinert mit Bienenhonig und Limettensaft. Das Getränk enthält 18,5 Prozent Alkohol und wird in Mina Gerais in Brasilien produziert. Alle Zutaten kommen aus derselben Region und wurden von Thierry, Philipp und ihrem brasilianischen Partner Eduardo sorgfältig ausgewählt.

Dona Bartô ist für mich ein geniales Sommergetränk, das auch pur hervorragend getrunken werden kann. Gleich die ersten Cocktails, die wir in der Sport Bar mit dieser Spirituose gemischt haben, waren überzeugend. Besonders unsere Sour-Variante hat mich umgehauen. Durch den geringen Alkoholgehalt bekommt der Cocktail eine frische Leichtigkeit. Aber auch die Spritz-Komposition, die ich euch am Freitag vorstellen werde, ist für die Frühlingstemperaturen und -gefühle bestens geeignet.

Ein kurzer Exkurs zum Cachaça

Cachaça, wie etwa der Pitú, kommt aus Brasilien und wird traditionell aus Zuckerrohrsaft hergestellt – im Unterschied zum Rum, der Rohrzuckermelasse als Basis hat. Umgangssprachlich wird Cachaça oft leicht abwertend als «Aguardente» oder «Pinga» bezeichnet, was soviel wie Feuerwasser oder Fusel bedeutet.

Lange wurde Cachaça nicht als Qualitätsprodukt wahrgenommen. Mit den neuen Generationen von Produzenten beginnt sich dieses Bild zum Glück zu ändern. Wie bei den meisten Spirituosen entstehen auch hier derzeit kleine Destillerien, die einen qualitativ hochwertigen Cachaça in traditioneller Weise herstellen und dabei experimentierfreudig ans Werk gehen.

Durch das Auspressen des frisch geernteten Zuckerrohrs gewinnt man den Zuckerrohrsaft, der auch «caldo de cana» genannt wird. Dieser wird dann mit Wasser verdünnt und wie bei jedem Destillat mit Hefe angesetzt, um den Gärprozess zu starten. Nach der Destillation kann er direkt abgefüllt werden oder im Holzfass weiter sein Aroma entfalten. Abgefüllt werden darf übrigens zwischen 38 und 48 Prozent, bei höherem Alkoholgehalt spricht man von «Aguardente».

Cachaça unbedingt probieren

Ich denke, Cachaça wird uns in den nächsten Sommern immer wieder über den Weg fliessen und es lohnt sich unbedingt, hier und dort mal ein paar verschiedene Produkte zu degustieren. Ich bin mir sicher, dass der Cachaça sein Nischendasein bald beenden wird. Auch den klassischen Caipirinha kann man mit edlen Cachaças, frischen Kräutern oder selbst gemachten Sirups noch spannend umgestalten und so einige wirklich schöne Experimente erleben.

Viel Spass!

Kaspar

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