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Barrel-aged Gran Negroni

Wie versprochen machen wir heute unseren fassgelagerten Negroni. Genauer gesagt sind es zwei Negroni-Varianten.  

Fast täglich degustieren

Den ersten gelagerten Negroni habe ich vor  acht Wochen in ein neues 12-Liter-Eichenfass gefüllt und heute herausgenommen, den anderen füllen wir heute ein. – Wenn ein Fass geleert wird, muss es sofort neu befüllt werden und zwar nicht mit Wasser, denn das beginnt zu faulen. Wenn das Fass einmal austrocknet, wird es nie mehr richtig dicht, da sich das Holz gelöst hat.

Zurück zu unserem Inhalt. Die erste Variante, die heute abgefüllt wird, besteht zu gleichen Teilen aus rotem Vermouth, Gin und Gran Classico. Gran Classico verwenden wir anstelle von Campari. Gran Classico Bitter ist eine Spirituose, die in der Schweiz nach einem Turiner Rezept von 1864 hergestellt wird. Es handelt sich um einen Aperitif, der aus Wurzeln und Kräutern hergestellt wird. Im Gegensatz zum Campari wirkt er weniger Bitter, besitzt aber mehr Kraft und Körper.

Die Mixtur lag nun acht Wochen im Fass und wie angekündigt habe ich sie am Anfang etwa wöchentlich und danach fast täglich degustiert. Nur so können die Veränderungen wirklich wahrgenommen werden. 

Der richtige Zeitpunkt

Heute habe ich entschieden, dass er mir so gefällt und ich ihn abfüllen möchte. Dazu kommt er zuerst vom Fass in den Glasballon. Dort kann er dann weitergelagert werden, ohne dass er weiterreift. In unserem Fall im Central wird der Negroni dann weiter in Portionsflaschen zu 7 cl abgefüllt, die wir dem Gast so hinstellen mit einem Eis befüllten Tumbler.

Fässer nicht leer lassen

Und wie wir ja jetzt wissen, darf das Fass nicht leer bleiben, da es sonst unbrauchbar wird. Ich habe mich als nächsten Cocktail für einen Negroni mit Rum entschieden. Bei dieser Version arbeiten wir wieder mit dem roten Vermouth und dann klassischerweise mit Martinazzi. Martinazzi ist die schweizer Variante des bekannteren Campari und Rum aus Guadeloupe.

Typisch für Negroni ist, dass die Spirituosen zu gleichen Teilen gemischt werden. Dem bleiben wir auch hier wieder treu. Da das Fass nun schon gebraucht ist, wird es diesmal etwa zehn mal länger dauern um den gleichen Effekt zu erzielen. Das heisst wir werden den Negroni mit Rum im nächsten Frühling abfüllen. – Ja, da braucht es Geduld!

Kommt vorbei, probiert unseren Barrel-aged Negroni und bildet euch selbst ein Urteil.

Viel Spass

Kaspar

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