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Auf einen Drink – im Seebad Enge

Wo sonst kann man an der Sonne liegend den Alpenblick geniessen und hat mitten in Zürich den ewigen Schnee vor Augen? Und wo sonst bringen einen unterschiedlichste Naturstimmungen dazu, die Gedanken irgendwohin schweifen zu lassen oder sich endlich wieder mal keine zu machen? Der vergangene Sommer war ein richtiger Seebad-Enge-Sommer!

Das leichte Schaukeln des Flosses, das sich immer wieder anders wellende Wasser des Zürisees, die wandernde Sonne, die vorbeiziehenden Wolkenbildergeschichten, auch mal Wind und Sturm oder nur schon die auftauchenden Enten, die übrigens hier wohnen – das alles gehört dazu.

Eine sympathische Crew auf dem See

Noch einmaliger wird es, wenn man dazu einen von Pascal und seiner Crew kreierten Sommersalat auf dem Schoss balanciert, „mhhh!“ sagt und aufpasst, dass (fast) nichts aufs Badetuch kippt. Und danach gibt’s den perfekten Espresso aus der Cimbali. Echt horizonterweiternd ist das!

 

Patrick, der das Seebad seit Anfang Saison führt, passt mit seiner sonnigen Art super hierhin. Mit seinem Sinn für Praktisches sorgt er im Team auch mal für Unterhaltung: Kaum war er da, hantierte er schon mit seinem Lieblingsgerät, dem P-Touch, und beschriftete alle Küchenregale wie auch die Objekte, die auf diesem Regal stehen sollen, identisch. So stehen nun im Regal, das mit 2 REIHEN 1DL KARAFFEN angeschrieben ist, auch tatsächlich zwei Reihen 1-dl-Karaffen.

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Das Seebad Enge wird abends zur gemütlichen Bar. (Foto: Seebad Enge)

Auch Stefania kam diesen Sommer neu dazu, sorgte für gute Laune und blieb, obwohl sie nicht die geborene Matrosin ist. Lachend erzählte sie mir: „Jedesmal, wenn ich nach meiner Schicht daheim in den Spiegel schaue, schwankt mein Spiegelbild hin und her und ich kann nichts dagegen tun.”

Zur Saisoneröffnung kamen so viele Leute, dass Jerome eine zusätzliche Bar improvisieren musste und deshalb hundertmal an uns vorbei speedete (trotzdem nahm er sich für jede Freundin und jeden Freund eine herzliche Umarmung lang Zeit, wie immer!). Dieser erste warme Abend stimmte mich so schön auf meine Lieblingsjahreszeit ein, dass ich mir folgendes vorstellte: Das Gewicht der gutgelaunten Leute senkt das Aussenfloss so weit, dass man auf einmal wadenhoch im kühlen Seewasser steht. Schnell ziehen alle ihre Schuhe aus, retten sie auf ein Tischchen – und stossen auf einen genialen Sommer an.

An der Street Parade eine gemütliche Oase

Und dann die Party am Samstag der Street Parade: mittendrin und direkt am See! Das Durchkommen zum Seebad war um einiges schwieriger als jenes innerhalb der Badi. Die Crew hatte entschieden, nicht zu viele Tickets zu verkaufen, damit es schön gemütlich wird, und so war es dann auch. Freunde und sympathische Leute waren da, und als Special Guest sogar der Vollmond! Man konnte sich ab Mittag dösend erholen, in den See hüpfen – und bis in die Nacht auf dem umfunktionierten Liegepodest tanzen. Eine superfriedliche Sache mit Luxus-Feeling.

Reizvoll, auch im Herbst und Winter

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Mein Lieblingsabend war aber ein anderer. Ausnahmsweise war fast niemand da, weil Regen angesagt war. So kam es, dass Loki und ich auf dem Podest sassen, ein Bier tranken und über dies und jenes und das Leben überhaupt redeten. Dabei hatten wir das Floss, die Aussicht auf das dunkle Glitzerwasser und unendlich viel frische Seeluft für uns allein. So schön!

PS. Falls du nicht bis zum nächsten Sommer warten magst: Ab in die Seebad-Sauna und dann ein Sprung ins kalte Seewasser – du schaffst das!

(Fotos: Marion Lim)

Seebad Enge
Mythenquai 9 / beim Hafen Enge
8002 Zürich

Weitere Infos auf: www.seebadenge.ch
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Marion Lim ist in Basel geboren, wohnt seit 20 Jahren in Zürich und ist genauso lange Texterin. Sie hat in renommierten Werbeagenturen gearbeitet und kürzlich den CAS Professionelle Medienarbeit abgeschlossen. Daneben ist sie hier und da zum Bloggen unterwegs.

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