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Rührglas und Barlöffel – «The Essentials»

Nachdem ich euch vor kurzem ein wenig über Jigger, Messbecher und die Kunst des Abmessens erzählt habe, möchte ich das Thema Tools noch etwas weiter vertiefen und heute über das Rührglas schreiben. 

Für mich ist das Rührglas an sich bereits ein wunderschönes Objekt und macht sich in jeder Hausbar optisch ausgesprochen gut. Ergänzt mit einem «Barspoon» ergibt sich ein sehr ästhetisches Duett. Die Auswahl ist bei den Gläsern und Löffeln sehr gross, auch hier stehen neben der Qualität des Materials in erster Linie die persönlichen Vorlieben im Zentrum.

Die Wahl des richtigen Rührglases

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Beim Rührglas unterscheidet man einerseits die Wandstärke des Glases und andererseits das Volumen. Für die Heimbar würde ich ein Rührglas mit 500-700 cl empfehlen. In einer Bar arbeite ich mit verschiedenen Grössen, damit 1, 2 oder auch 3 Cocktails auf einmal zubereitet werden können.

Die Wandstärke des Glases hat vor allem einen Einfluss auf die Temperatur. Je dicker das Glas, umso besser kann es die Kälte speichern. Das setzt jedoch voraus, dass wir mit vorgekühlten Gläsern arbeiten, sonst verwässert unser Cocktail, weil das Glas seine Wärme an den Drink abgibt. Die dünnwandigen Gläser kühlen schneller ab, sind aber nicht so standfest, gehen leichter zu Bruch und sind anfälliger für hohe Temperaturschwankungen. 

Optisch unterscheiden sich die Rührgläser durch die Form – zylindrisch oder konisch – und durch die Verzierungen, meist sind die japanischen Gläser mit Schliffmustern geschmückt. Ausserdem gibt es noch die Rührgläser mit Fuss und ohne. Der Fuss ist gut, um das Glas während dem Rühren festzuhalten, ohne dass Körperwärme ans Rührglas weitergegeben wird.

Ein perfekt ausbalancierter Barlöffel

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Nun zum Barlöffel: Sie sind immer um einiges länger als normale Löffel und haben einen gewundenen Stiel. Länger sind sie, damit man gut ins hohe Rührglas eintauchen kann und der gewundene Stiel ermöglicht eine gute Rührbewegung. Es lohnt sich auf jeden Fall, einige Minuten zu investieren, um die richtige Rührtechnik zu erlernen – im Internet findet man schöne «How to»-Videos zu diesem Thema.

Es gibt enorme Unterschiede in der Verarbeitung der Löffel, das zeigt sich vor allem bei den Preisen. Barspoons bekommt man zwischen 15 und 85 Franken. Beachtenswert sind auch die Enden der Löffel. Es gibt Varianten mit kleinem Muddler, der sich gut zum Zerdrücken von Kräutern eignet oder auch zum Eingiessen von geschichteten Cocktails und Shots. Es gibt das Gabelende, mit dem Dekorationen aufgepickt werden können. Dann ist da mein persönlicher Lieblingslöffel, der Teardrop Spoon (Bild oben) mit seinem tränenförmigen Ende, das beim Rühren für wunderbare Balance sorgt.

Es lohnt sich, die Varianten selbst auszuprobieren. Was man am liebsten mag, wird sowieso erst klar, wenn man eine Weile damit gearbeitet hat.

Santé,
Kaspar

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